DIY: Mütze füttern

Wie ihr vielleicht schon mal bemerkt habt: ich stricke gerne Mützen :) Aber so gestrickte Mützen lassen doch immer einiges an Wind durch, deshalb ist es für den ganz kalten Winter (der hoffentlich dieses Jahr nicht mehr kommt) sinnvoll die Mützen mit Fleece zu füttern.

Susanne hat mich gefragt ob ich das für eine ihrer gestrickten Mützen tun kann, klar kann ich :) Und damit ihr alle wisst wie ich das mache erkläre ich es euch hier kurz :)

OLYMPUS DIGITAL CAMERAZuerst messt ihr die Länge des unteren Randes der Mütze, also quasi dem Umfang der Mütze. Davon zieht ihr 2 bis 3 cm ab und zeichnet euch diese Länge auf ein Blatt (oder mehrere aneinandergeklebt) an (1).

OLYMPUS DIGITAL CAMERAJetzt zählt ihr die Abnahmenähte der Mützen. Manche Mützen sind so gestrickt dass man diese Nähte zählen kann, bei Susannes Mütze sind es 8. Man sieht diese Nähte aber nicht unbedingt. Grundsätzlich gilt: Je ausgerundeter die Mützenspitze ist, desto weniger Abnahmenähte braucht ihr. Je eher die Form der Mütze einem Topf ähnelt, desto mehr braucht ihr.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAJetzt zeichnet ihr diese Abnahmestellen senkrecht auf die eben gezeichnete Linie (2), der Abstand der Abnahmenähte beträgt b = (Umfang der Mütze )/(Abnahmenähte). Im Zweifelsfall das Futter immer größer nähen als die Mütze!

Jetzt messt ihr die Strecke vom unteren Mützenrand bis zur ersten Abnahme (also der Stelle wo die Mütze schmaler wird) und zeichnet euch an diese Stelle eine horizontale Linie in die Zeichnung (3).

Nun messt ihr die Strecke von erster Abnahme bis zur Mützenspitze. Bestimmt jetzt jeweils die Mitte zwischen zwei Abnahmelinien und zeichnet in der entsprechenden (eben gemessenen) Höhe einen Punkt der halt auf der Mittellinie liegt und die Mützenspitze markiert (4).

Jetzt verbindet ihr diesen Mittelpunkt mit den beiden Anfangspunkten der Abnahmenähte (5). Grundsätzlich gilt: Je mehr Abnäher ihr habt, desto linearer könnt ihr verbinden. Wenn ihr aber nur 4 Nähte habt, solltet ihr die Linien nach außen gewölbt, in etwa parabelförmig zeichnen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAEuer Modell ist nun fertig und kann ausgeschnitten und auf den Stoff übertragen werden. Achtet dabei auf eine Nahtzugabe. 3 cm am Bündchen und 1 cm überall sonst sollten reichen. Achtet darauf, dass der Stoff in die Richtung parallel zur unteren Kante dehnbar ist.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAJetzt näht ihr nacheinander alle Abnäher zusammen, dabei liegen die rechten Stoffseiten aufeinander. Benutzt dazu einen elastischen Stich. Zuletzt näht ihr die Quernaht der Mütze (also die rechte Seite des Streifens an die linke).

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Jetzt schlagt ihr den unteren Teil der Mütze so um 1,5 cm um, so dass der Stoff links auf links liegt und steckt das Futter links auf links in die gestrickte Mütze.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAJetzt näht ihr Futter und Mütze mit einem Geradstich aufeinander fest.

Fertig :)

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHabt noch einen schönen Sonntag :)

Katharina

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4 Gedanken zu „DIY: Mütze füttern

  1. ilanoé

    Hallo Katharina,
    Du hast ja uns eine super Anleitung da mitgegeben, finde ich super! Ich habe mich nämlich immer gefragt, wie es geht! Ich finde dein DIY sehr gut erklärt und es ist sehr liebe von dir, dir die Mühe gegeben zu haben!
    Ich wünsche dir einen guten Start morgen und schöne Woche!
    Ich gehe schlafen, morgen muss ich ja wieder früh aufstehen!
    Liebe Grüsse,
    Nathlalie

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    1. Katharina Artikelautor

      Hallo Nathalie, danke für die lieben Worte, freut mich, dass du das Tutorial gebrauchen kannst :) Ich hoffe auch du hast einen guten Start in die Woche, ich muss immerhin erst morgen wieder zur Uni :)

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  2. Contadina

    Vielen Dank, Katharina, das ist wirklich toll erklärt.

    Jetzt habe sogar ich es verstanden… *g*

    Und außerdem sieht es auch noch gut aus – allerdings dürfte ich kein Fleece nehmen, das funktioniert mit meinen Haaren leider nicht… *hust*
    Aber das geht ja auch mit anderen Stoffen.

    Ganz liebe Grüße
    Sabine

    P.S. Schönen neuen Header hast du dir da gebastelt – gefällt mir! :-)

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    1. Katharina Artikelautor

      Hallo Sabine, das freut mich :) Das ist doch auch praktisch, wenn die Haare dick genug sind, dann kann man sich so ein Futter sparen ;)
      Den hat mein Freund gebastelt und ich werde es weitergeben :)

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