Woolmakers Bliss, mein Spinnrad

Ich habe schon die ersten Ergebnisse meines neuen Hobbies gezeigt, ich spinne nämlich jetzt. Und es macht mir wirklich viel Spaß. Irgendwie nett, noch mehr Möglichkeiten zu haben. Im Moment reizt es mich mal richtige Rohwolle vom Schaf aus der Nachbarschaft zu verarbeiten. Dafür brauche ich natürlich dringend weiteres Zubehör. Einen Kardierer, um die Fasern zu ordnen. Ist natürlich schon bestellt. Klar ;)Beim Spinnen ist es aus meiner Sicht noch mehr so, dass sich das aus rein wirtschaftlichen Gründen nicht lohnt damit anzufangen. Fasern zu kaufen ist günstiger als fertige Wolle zu kaufen, meistens zumindest. Aber es ist viel mehr Arbeit und man braucht erstmal Equipment.

Ich habe mit einer Handspindel angefangen, die kostet fast nichts, die Einstiegshürden sind gering beim Spinnen, nicht wie beim Nähen zum Beispiel. Aber auch bei diesem Hobby gibt es Equipment-mäßig nach oben keine Grenzen. Und auch wie so oft, machen die ersten größeren Hilfsmittel de man kauft erstmal einen großen Unterschied. Mit so einem Spinnrad ist man deutlich schneller als mit der Handspindel. Also bestimmt gibt es da Ausnahmen, ich bin damit aber definitiv schneller.

Und wie das so ist wusste ich zwar, dass ich gerne ein Spinnrad hätte, aber ich hatte keine Ahnung was genau ich haben will und wo ich gucke und wie viel Geld ich dafür ausgeben soll. Ich habe mir ein Bliss von Woolmakers gekauft. Ich habe immernoch nicht viel mehr Ahnung als vor dem Kauf, aber vielleicht hilft mein Anfänger-Review ja jemand anderem der gerne anfangen möchte etwas bei der Entscheidung.

Vorweg, ich habe das Spinnrad selber gekauft und nicht zu Review-Zwecken bekommen, wobei das aber auch keinen Unterschied an meiner Meinung machen würde, hoffe ich.

Auf das Spinnrad gekommen bin ich durch Chantimanou, die wiederum hat das Rad zu Review Zwecken bekommen und war ganz begeistert davon. Und wenn man eine große unübersichtliche Auswahl hat und jemand, der Ahnung zu habe scheint, empfiehlt ein so kostengünstigen Spinnrad, dann kann man das ruhig mal probieren fand ich :)

Ich würde sagen, Woolmakers ist unter den Spinnradherstellern sowas wie W6 unter den Nähmaschinenherstellern. Woolmakers lässt seine Räder bei Louet fertigen, die selber ja auch Spinnräder herstellen, die aber mehr kosten. Louet scheinen die Leute zu vertrauen. Mein Vertrauen haben Holländer, wie ihr wisst, ja sowieso sehr schnell, ich habe also an deren Kompetenz nicht gezweifelt.

Das Rad hat eine Optik, die jetzt nicht jedem gefällt. Weiß laminierte Birke, bei vielen werden Assoziationen mit Ikea geweckt. Ich finde die Lösung ganz gut. Hier ist nichts stundenlang gedrechselt worden und das Holz wurde sicher auch nicht Handverlesen. Und trotzdem sieht das Rad aus wie gewollt und nicht billig. Fast ein bisschen minimalistisch. Und was ich super finde, ist dass das Material sehr unempfindlich ist und man es ohne Probleme abwaschen kann.

Was nicht so schön ist, ist dass die Metallteile mittlerweile nicht mehr schwarz sind wie auf den Produktbildern, sondern silbern. Auf den Produktbildern ist das Rad halt schwarz, weiß, holz, meins ist schwarz, silber, weiß holz.Darauf weißt die Produktseite aber hin, die Erklärung dafür ist: Kostenersparnis. Okay!

Woolmakers sprechen Probleme und Änderungen sehr offen an und scheinen viel Wert darauf zu legen mit ihren Kunden zu kommunizieren. Ich habe bisher nur Positives gehört was Ersatz- und Reparaturteile anging. Was auch nett ist, ist dass sie mit der vor längerem angekündigten Preiserhöhung (nett auch das anzukündigen) noch einen Monat warten, weil es Webshopprobleme gab.

Und auch im Moment ist der Webshop, wie die ganze Seite nicht zu erreichen. Und das schon seit über einer Woche. Leider ist das jetzt das zweite Mal innerhalb eines Monats. Das wirkt leider unprofessionell auf mich. Obwohl Seite und Webshop selber gut gemacht und einfcah zu bedienen sind.

Wenn man ein Woolmakers Produkt haben will, muss man ein geduldiger Mensch sein. Naja, Geduld ist bei der Spinnradbestellung relativ. Will man so ein richtig tolles handgedrechseltes wartet man auch schonmal 3 Jahre. Ich musste so 3 Monate warten. Als ich bestellt habe war gerade Sommerpause bei Woolmakers und dann war auch nichts mehr auf Lager als die Pause vorbei war. Meistens scheinen die Produkte eher nicht auf Lager zu sein und wenn dann nur ganz kurz, so dass es meistens zu Wartezeiten kommt. Die Lieferung ist dann aber schnell und war innerhalb von 4 tagen nach dem Absenden bei mir.

Holland-inspirierter Mülleimer

Das Spinnrad kam dann unzusammengebaut an. Die Aufbauanleitung wird auch von den meisten als toll bewertet. Von mir nicht. Ich habe schon viel Ikea aufgebaut, sehr sehr viel. Und so eine Ikea Anleitung ist deutlich besser. Das erste Problem ist schonmal, natürlich, dass die Anleitung in englisch ist und da fehlt mir für Worte wie Inbusschlüssel einfach das Fachvokabular. Da kann aber Woolmakers nichts dafür. Was aber echt mies ist, sind die pixelig kleinen schwarz-weiß Fotos neben jedem Arbeitsschritt. Man erkennt nichts! Und vor allem oft nicht das was man eigentlich sehen will. Sind die Bilder nämlich gu udn am besten schematisch, braucht man kein Fachvokabular. Aber so konnte ich mache Schrauben und Teile nicht schnell zuordnen. Und musste das Auschlussprizip anwenden.

Was schön ist, ist dass ein Schraubenzieher dabei ist. Was nicht dabei ist ist ein Hammer. An einer Stelle steht man solle etwas antippen, es wird „to tap“ verwendet. Und weil es immer hieß, dass alles was man für den Aufbau des Rads braucht dabei ist (also in Foren, nicht von Woolmakers selbst) war ich verunsichert, weil ich dachte ich bräuchte keinen Hammer. Nach einiger Zeit und viel gucken und überlegen habe ich das Teil dann aber eingehämmert. So richtig gehämmert. Ich denke „to hammer“ hätte es besser getroffen. Und ein gescheites Foto!

Was ich super praktisch finde, ist dass man das Rad locker im Kofferraum oder auf dem Beifahrersitz verstauen kann. Es ist nicht schwer, man kann es mit einer Hand tragen und überall mit hinnehmen. Man braucht keine große Angst zu haben das schöne Rad kaputt zu machen (da ist ja nicht viel kaputt zu machen), es ist stabil und dreckresistent und hat bisher alles mitgemacht ohne dass man davon noch Spuren erkennen kann. Zum Transport nehme ich es entweder einfach so, oder packe es stilgerecht eine Ikea Tüte :)

Das Rad ist leise, man hört es beim Fernsehen überhaupt gar nicht. Ohne Fernseher hört man es, aber quietschen tut nichts oder so. Regelmäßig ölen braucht man das Rad theoretisch nicht, da alles kugelgelagert ist. Es gibt da allerdings dieses Video von Chantimanou, mit den 8 Tipps zum Bliss, in dem sie einem sagt an welchen Stellen man ölen könnte wenn man wollte. Sie sagt da auch was zur Bremse. Die ist wirklich etwas gewöhnungsbedürftig bei dem Rad. Es handelt sich hier um eine Spulenbremse. Ich habe bisher noch nie etwas anderes ausprobiert als diese Bremse. Der Antriebsriemen treibt über eine Achse den Flügel an. Die Spule ist auf der Achse gelagert und wird ebenfalls angetrieben. Die Bremse bremst dann die Spule ab, damit sich der Faden um die Spule wickelt. Das Bremsen geschieht über einen Schnur, die um die Spule gelegt wird und dann um diesen Zylinder unten im Bild gewickelt wird. Drehe ich jetzt an dem Knopf vorne wickelt sich die Bremsschnur weiter auf und bremst über Reibung die Spule stärker ab. Im Englischen heißt diese Art der Bremse Scotch Tension.

Die Bremse ist enorm empfindlich. Dreht man die auch nur minimal macht das schon einen großen Unterschied. Ein bisschen besser wird es aber, wenn man den Faden nochmal um den anderen vorderen Haken legt habe ich den Eindruck. Was ähnliches rät Chantimanou auch in ihrem Video, ich glaube ich habe mir die Technik aber beim Spinntreffen abgeguckt.

Die Feder am anderen Ende der Bremsschnur ist dafür da um den Bremsprozess abzufedern, das Rad läuft leiser und gleichmäßig, also nicht ruckelig. Das funktioniert aber nur, wenn die Feder auf Zug beansprucht wird. bei Druck kann die nichts machen. Man muss also drauf achten, dass die Spule an der Bremse zieht. Damit das so ist, muss sich die Feder beim Spinnen mit dem Uhrzeigersinn links von der Spule befinden (so wie auf den Bildern), beim Spinnen gegen den Uhrzeigersinn befindet sie sich rechts.

Ich habe mich für das Spinnrad mit Einfachtritt entschieden, also mit einem Tretpedal. Ich wusste nicht was ich besser fand und als ich bestellt habe gab es das Umwandlungskit nur von Einfach- zu Doppeltritt. Also dachte ich probiere ich mal Einzeltritt, wenn es mir nicht gefällt dann konvertiere ich eben noch :) Mir gefällts aber. Das Pedal ist so schön groß, ich kann mit einem Fuß treten oder mit beiden auf dem einen Pedal und wenn ich nur mit einem Fuß trete kann ich mich schon hinlümmeln aufs Sofa, hehehe. Beim Doppeltritt muss man viel disziplinierter Sitzen schient mir. Aber man ist bestimmt auch kontrollierter und schneller.

Ich trete aber sowieso recht schnell und habe so noch nie die kleinste der 4 Übersetzungen benutzt, da komme ich sonst mit den Händen nicht nach. Also Übersetzungen hat das Rad denke ich ausreichend. Bisher zumindest :)

Was ich als ein bisschen umständlich empfinde ist dass man immer wieder anhalten muss um den Faden auf den nächsten Haken umzufädeln. Und trotzt dass es schon ein paar Haken gibt verteilt sich der Faden nicht ganz gleichmäßig, sondern es gibt Rillen. Ich könnte mir vorstellen, dass so ein Flying Hook, der frei auf dem Flügel verschiebbar ist, angenehmer ist und man mehr Garn auf die Spule bekommt. Trotzdem habe ich schon 200 g auf eine Spule bekommen, das war aber bisher das absolute Maximum.

Das Rad hat eine integrierte Lazy Kate, die ungebremst ist, der Faden wickelt sich also einfach ab und oft dann weiter als er sollte, so dass er sich dann in die andere Richtung wieder aufwickelt. gebremst ist sicherlich angenehmer aber auch an ungebremst lässt es sich gewöhnen, ich komme damit klar, mit mehr als 3 Fäden habe ich allerdings noch nicht verzwirnt. Eine gebremste Lazy Kate wäre sozusagen ein Komfort-Feature.

Und jetzt kann man vielleicht ein Muster erkennen. Das Bliss bringt alles mit was man braucht um direkt auf einem Spinnrad loszulegen. Aber es gibt keine Komfort-Features bei dem Rad. Anderseits weiß man nicht, welche Komfortfunktionen man überhaupt selber braucht bevor man sie nicht vermisst. Wie beim Nähen, irgendwann merkt man, dass eine Overlockmaschine, nett wäre, oder ein Obertransport. Aber nicht jeder wählt dieselben Komfortfunktionen. Deshalb finde ich ist das Bliss ein super Einstiegspunkt für Leute wie mich, die nicht wissen was sie überhaupt gerne hätten und ob sie überhaupt gerne mit einem Spinnrad spinnen. Dann kann man ohne viel Vorwissen und ohne viel Geld auszugeben halt mal ausprobieren und beides rausfinden. Trotzdem ist das Rad noch recht vielseitig mit den vielen Übersetzungen. Gut denke ich ist das Rad auch für Leute, die ein günstiges Reiserad suchen. Also ein Rad das man einfach in den Kofferraum wirft und mitnimmt. Es ist kompakt und robust und günstig und es kann nicht viel kaputt gehen. Spinnen daran ist unkompliziert, wenn man mal von der Bremse absieht.

Ich denke das Bliss ist ein Rad mit dem nichts falsch machen kann. Und wenn man das Rad nicht mehr will, lässt es sich, meinen Beobachtungen zu folge, relativ leicht ohne großartigen Geldverlust verkaufen.

Wenn ihr Fragen habt lasst es mich wissen :) Ach und: Frohes Neues Jahr :)

Katharina

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32 Gedanken zu „Woolmakers Bliss, mein Spinnrad

  1. Punktemarie

    Hallo liebe Katharina,

    erstmal auch Dir und Marvin ein tolles Neues Jahr mit vielen schönen Projektén :-) Deine Ausführungen finde ich super, denn ich habe mich auch länger schon mit einer Bekannten unterhalten, die auch Spinnen kann und die sagte mir, mit der Handspindel wäre auf Dauer nicht so toll, weil es einem unheimlich in den Rücken gehen würde. Muss das Ding ja die ganze Zeit hochhalten und so und ein Spinnrad sei da wesentlich angenehmer. Ich lass Dich das jetzt noch alles ein bisschen weiter vortesten und nutze dann schamlos Dein gesammeltes Wissen, wenn ich dann auch damit beginne :-)

    Ganz viele liebe Grüße und einen guten Start in die Woche, Brigitte

    Antworten
    1. Katharina Artikelautor

      Dankeschön Brigitte, ich wünsche dir auch ein schönes neues Jahr :)
      Das ist wahr mit der Handspindel. Auf die schulter geht das auch finde ich. Ist aber bestimmt nicht so ungesund denke ich, man belastet ja alles nur mit Eigengewicht und wenn man nicht krumm steht baut man vielleicht ein paar Muskeln auf :)
      Ist gut, so machen wir das:) Sag Bescheid wenn es soweit ist :)

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  2. sandra

    Frohes Neues Jahr!
    Sehr spannendes Thema, ich lese gerne mit.
    Wenn ich ein neues Hobby suche, weiß ich, welches ;) – zumal mein Pferd mal bei einem Schäfer eingestallt war…
    Liebe Grüße!
    Sandra

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  3. Nähhörnchen

    Danke für deinen Bericht. Handarbeits-technisch sieht es bei mir gerade zeitbedingt sehr mau aus, obwohl ich auch schon der hiesigen Schafherde höchst interessierte Blicke zugeworfen habe. Ich lasse dir also bei der Rohwolle gerne den Vortritt und warte schon gespannt, was du über die Freuden und Tücken des Kardierens erzählen wirst.

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  4. Stella

    Ich Kenn mich ja da gar nicht aus..da musst du dich eher mal mit meinem Mann unterhalten. Wir haben 3 auf dem Dachboden 2 louet und ein ashford.da kommt gerade die Stimme aus der Küche da sei noch ein selber gebautes dabei… Magst mal eins ausleihen ? Deine Begeisterung ist ganz schön toll, und ich wünsche dir und deinem Mann ein frohes und spannendes neues Jahr!
    Ganz liebe Grüße
    Stella

    Antworten
    1. Katharina Artikelautor

      Klingt super Stella, würde ich mir gerne mal ansehen/leihen, vor allem die Kardiermaschine würde ich mal gern probieren! Wenn du so viel Equipment hast probier das doch auch mal aus mit dem Spinnen :) Wir können ja mal n Nachmittag machen oder so :)

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  5. Julia

    Hallo liebe Katharina,
    wow – danke für den tollen Beitrag! Deine Erfahrungen sind sehr informativ und helfen mir auf jeden Fall weiter…
    Ich gucke ja gerade nach einem Rad für mich (das war ja klar, oder?) und das Bliss steht ganz ganz oben auf meiner Liste. Wenn das nur nicht so eine große Investition wäre – das Bliss ist ja nur im Vergleich mit anderen Rädern günstig. Ich spare und träume und beobachte die Website-Probleme von Wollmakers – komisch finde ich das auch.
    Eine Frage hätte ich noch: Hast Du Dir das Extra-Bobbin-Set gegönnt? Sind die 5 Spulen denn in der Lazy-Kate vorgesehen oder müsste man die Löcher bohren?
    Ich stelle mir ja vor, dass ich auf Dauer mit einem eSpinner eher glücklich werde, aber ich habe das noch nicht ausprobiert, daher ist das nur eine Vermutung.
    Auf jeden Fall wünsche ich Dir ein frohes Neues Jahr und wünsche ganz viele tolle Inspirationen, die Du dann mit uns teilen kannst :)
    Liebe Grüße
    Julia

    Antworten
    1. Katharina Artikelautor

      Hallo Julia! Genau in der Phase war ich auch. Ich fand E-Spinner auch besser und die hohen Preise haben mich abgeschreckt. Im Endeffekt denke ich aber, dass so ein E-Spinner vielleicht doch nicht so super ist. Das Treten macht schon irgendwie auch Spaß und gehört dazu und man ist nicht vom Strom abhängig, wie beim Stricken. Sonst würde Spinntreffen bestimmt nicht so einfach klappen. Es kann auch weniger kaputt gehen. Ich habe dann über ein Electric Eel Wheel nachgedacht. Die sind recht günstig und das ganze wirkt sympathisch und solide. Da ist gerade ne neue Version erschienen. Muss man aber aus den USA importieren. Das Bliss war unkomplizierter und irgendwann fand ich die Vorstellung netter ein normales Rad zu probieren. Außerdem wird man das Rad auch fast ohne Verlust wieder los, wenn man es doch nicht mag. Ich habe direkt die vielen Spulen dazu bestellt und auch schon alle benutzt, weil ich bisher immer erst fertig gesponnen und dann erst verzwirnt habe, man kann das ja auch portionsweise machen, aber ich hatte Angst dass das dann unregelmäßiger wird. Die Löcher für die Lazy Kate Stäbe sind schon da, ich habe die aber wirklich nur beim zwirnen drin, weil die leicht rausfallen und nur reingesteckt sind. Wenn du noch Fragen hast oder so, dann sag Bescheid. Und es gibt bestimmt bei dir in der Nähe auch Spinntreffen, da kannst du dir bestimmt mal ein paar Räder ansehen.

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      1. Papiliorama

        Tatsächlich – die gleichen Gedanken. Das Eel ist so faszinierend. Ich habe das Kickstarter-Projekt beobachtet, konnte mich aber zurückhalten, weil ich ein wenig Sorge habe, ein Selbstaufbauprojekt mit Elektromotor zu stemmen. Der eSpinner kommt ja in EInzelteilen und wenn dass Bliss Ikea ist, ist das Eel ein Fishertechnik-Baukasten. Das schreckt mich ab.
        Danke für die weiteren Infos.
        Du hast Recht, ich sollte zu dem Spinntreffen bei mir in der Nähe gehen.
        Liebe Grüße
        Julia

        Antworten
        1. Katharina Artikelautor

          Ahhaa, das kennst du also schon :) Fishertechik Baukasten ist doch gut :) Das haben ja schon andere geschafft, das schaffst du sicher auch. Ich mein ich schimpfe jetzt hier über das Bliss, aber wirklich ein Problem war das jetzt auch nicht :) ICh bin auf jeden Fall gespannt wie du dich entschiedest. Gibt Im Spinneretz in Ravelry, also in der Gruppe, auch ne Übersicht wer welches Spinnrad hat und wer einen E-Spinner hat. Da kann man bestimmt gut Fragen stellen. Und kennst du den E-Spinner von Holzwurmwolle? Der sieht auch ganz gut aus! Aber Preis steht da jetzt nicht dran.. Und dann habe ich mal ne Seite gefunden auf der stand wie man sich nen E-Spinner selbst baut. Aber das ist ja dann noch schlimmer als Fischerbaukasten ;)

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          1. Papiliorama

            Oh ja. Mein erstes brauchbares Garn ist auch schon fertig und wird jetzt bald verstrickt, das nächste ist schon angesponnen. Der Wechsel auf ein Spinnrad war auf jeden Fall sehr gut. Ich habe zwar ein wenig Schwierigkeiten, aber das liegt sicher an der Umgewöhnung, nicht am Bliss.
            Ich freue mich so über mein Spinnrad und muss jedesmal grinsen, wenn ich an ihm vorbeigehe :)

          2. Katharina Artikelautor

            Das klingt super! Ich bin total gespannt :) Ich hatte zumindest auch am Anfang Schwierigkeiten. Gerade so ein Spinnradeinzug ist doch anders als so ne Handspindel die ein bisschen zieht fand ich :) Ich wünsche dir ganz viel Spaß mit deinem neuen Rad :)

  6. Christiane

    Hey liebe Katharina,
    da hast du dich ja in einen spannenden Bereich gestürzt! Ich fand es total interessant, deinen Erfahrungsbericht zu lesen, vom Spinnen weiß ich bis jetzt nämlich so gut wie nix :) Aber reizen würde es mich ja schon …
    Viele liebe Grüße
    Christiane

    Antworten
  7. SingingSanja

    Hi Katharina,
    danke für den Bericht! :-) Das Rad klingt echt nach einem super Einstiegsrad (im Sinne von kostengünstig, aber alles dran). Was die Komfort-Features angeht: Die sind oft nur bei den wirklich teuren Rädern dabei, die gebremste LazyKate musste ich mir zu meinem Ashford Traditional auch dazukaufen – das war allerdings eine Investition, die ich keine Sekunde bereut habe und auf die ich nie wieder verzichten wollen würde. Wer ein bisschen holzwerkelkundig ist, kann sich so ein Ding aber auch sehr einfach selbst machen.
    Ja, mit einem SlidingHookFlayer passt etwas mehr auf die Spulen drauf, aber 200 g sind aus meiner Perspektive schon Luxus. Auf die normalen Ashford gehen angeblich 100g, die hab ich da aber noch nie draufbekommen. ;-P Der SlidingHookFlyer hat etwas größere Spulen, auf die 100g bequem draufpassen, ich spinne jetzt immer 2x50g auf normalen Spuelen und habe nach dem Verzwirnen 100g Garn, das ist praktisch für’s Färben. ;-)
    Das mit dem „Umdrehen“ der Spulenbremse ist sicher nervig. Das kannst Du abstellen, indem du dir eine zweite Feder besorgst, so dass du rechts und links der Spule eine hast, dann federt es in beide Richtungen, und du musst nicht zum Zwirnen immer alles umbasteln. Die Federn gibt es bei den üblichen Händlern als Ersatzteil, da muss es ja vielleicht nicht die von Woolmaker’s sein, wenn bei denen der Shop spinnt… ;-) Falls das jetzt nicht so ohne Weiteres nachzuvollziehen war, sag bescheid (per Mail oder ravelry), dann schick ich Dir ein Foto, wie es bei meinem Rad aussieht.
    Hach, schade, dass Du so weit weg wohnst! ;-) Aber du hast ja ein Spinntreffen in der Nähe, das ist super. Du kannst Dich aber auch jederzeit gerne mit Fragen bei mir melden, ich mach das ja nun schon ein Weilchen und kenne den einen oder anderen schmutzigen Trick. ;-)
    Hab ganz viel Spaß mit Deinem schönen Rad, ich freu mich schon, die Endprodukte zu sehen! :-)
    Liebe Grüße aus Braunschweig,
    Katrin

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    1. Katharina Artikelautor

      Hallo Katrin!
      Vielen Dank für deinen Bericht! Echt gut, dass alles aus der Perspektive vom jemandem zu hören, der das schon länger macht :)
      Dann passt ja tatsächlich viel auf die Spulen, das ist ja gut zu wissen.
      Dass die Lazy Kate ungebremst ist stört mich im Moment noch zu wenig um da jetzt wirklich was dran zu ändern, aber ich glaube das kommt irgendwann und kann verstehen, dass du deine nicht mehr hergeben willst :)
      Das mit dem Umdrehen macht mir gar nichts. Wirklich nicht. Ich wechsle auch nur selten zwischen Spinnen und Zwirnen, ich spinne erst große Mengen und dann zwirne ich die großen Mengen auf einmal. Sollte sich das aber mal ändern komme ich auf deinen Tipp zurück :) Und ich verstehe was du meinst, hast du gut beschrieben :)
      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar und das nette Angebot :) Ich glaub ich muss mal nach Braunschweig kommen ;)
      Liebe Grüße zurück!
      Katharina

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  8. Angela

    Bei deinen ganzen „Spinnposts“ kriege ich richtig Lust, meiner Mutter ihr wunderschönes handgedrechseltes Spinnrad, das sie nie benutzt hat, abzuschwatzen und die Säcke Schafwolle, die seit 20 Jahren in der Garage liegen, mitzunehmen, wenn ich sie das nächste Mal besuche. Hm….ich brauch nicht noch ein Hobby.
    Und Frohes Neues Jahr (ich bin immer etwas spät dran….)

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    1. Katharina Artikelautor

      Man braucht nie noch ein Hobby ;) Und du hast die idealen Voraussetzungen es einfach mal zu probieren :) Nicht, dass ich die anstiften wollte, oder so, hehe.

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