Elektrische Garnwickelstation: Prototyp

Ich habe mir eine elektrische Garnwickelstation gebaut. Seit ich das Garn für das Wonderwoman Tuch in Amerika gekauft habe brauchte ich nämlich dringend eine. In dem Wollladen gab es nämlich eine. Jeder der Kunden hat sich direkt in dem Laden sein Garn wickeln lassen, und die Verkäuferin konnte trotzdem weiter kassieren, ich war ziemlich beeindruckt. Aber fangen wir mal von vorne an. Um alle mitzunehmen, lohnt es sich vielleicht einmal zu erklären was eine Garnwickelstation überhaupt ist und wozu man sie braucht.

Wenn man kommerzielles Garn kauft, also Garn von großen Marken wie Lana Grossa oder Garnstudio Drops, dann ist das Garn schon zu Knäueln gewickelt und man kann direkt mit dem Stricken beginnen. Immer, wenn man Wolle aber selber wäscht, wie zum Beispiel nach dem Spinnen oder Färben, dann wird das Garn zu Strängen gewickelt. Im Strang gewickelt bedeutet, die Wolle in große Kreise legen, man kann sie dafür zum Beispiel um eine Stuhllehne wickeln. Man kann die Wolle nicht im Knäuel ins Wasser packen, weil sie sich dann sehr schnell verknotet und vor allem, weil sie nicht richtig trocknet. Färben geht aus denselben Gründen nicht im Knäuel und zusätzlich würde sich die Farbe im Knäuelinneren nicht richtig verteilen.  Nach dem Spinnen muss man die Wolle in warmes Wasser geben, damit sie wieder in ihren Ursprungszustand zurückgesetzt wird. Vielleicht habt ihr schonmal einen Pulli geribbelt und das Garn sah danach ganz lockig aus? Einmal ab damit ins warme Wasser und das Garn ist wieder glatt.

Jetzt kann man mit dem Garn aber nicht gut stricke, wenn es noch im Strang ist, das verheddert sich alle sehr schnell und an Transport ist gar nicht zu denken. Ich weiß das, weil ich es mal probiert habe ;) Deshalb also wickelt man den Strang zu einem Knäuel. Das habe ich früher immer mit der Hand gemacht. Ich habe mir einfach einen Ball gewickelt und den dann verstrickt. Dann habe ich mit dem spinnen angefangen. Das hieß erstmal generell viel mehr Knäuel wickeln. Und zusätzlich wollte ich gerne 2-fädig aus einem Knäuel verzwirnen. Man hat also ein Knäuel und verzwirnt das Knäuel mit sich selbst, indem man einen Faden von innen aus dem Knäuel holt und den anderen von außen. Das geht aber nur, wen man das Knäuel ordentlich wickelt, nicht zu einem Ball. Das habe ich 3 mal gemacht und mir dann einen Knäuelwickler und eine Haspel bestellt ;)

Das waren erstmal ganz günstige Teile (Plastik aus China) und spätestens seit dem Besuch in besagtem Wollladen wollte ich gerne etwas robusteres und schöneres haben.

Nach etwas Recherche bei Ravelry bin ich auf Ülles Wollwickler und Haspel gestoßen. Ülle fertigt beides von Hand in Estland. Man bestellt per Mail und alles läuft sehr unbürokratisch ab. Ich bin auf eine Warteliste gekommen und gut 3 Monate später habe ich wieder eine Mail von Ülle bekommen mit ihren Bankdaten. Ein paar Tage später waren Wollwickler und Haspel wohlbehalten bei mir angekommen. Für den Versand aus Estland habe ich 18 € bezahlt.

Beide Teile mussten noch ein bisschen aufgebaut werden, das war aber wirklich kaum der Rede wert. Haspel als auch Wollwickler gefallen mir sehr, beides sehr sauber gearbeitet und soweit ich das beurteilen kann sehr robust. Die Haspel ist eine Mühlenhaspel, mit sehr vielen Verstellmöglichkeiten. Ich hatte vorher eine Schirmhaspel, also eine, die man so Aufspannen kann. Die hat dann aber sehr viele bewegliche Elemente, man kann sie dafür sehr fein genau auf die Größe des Stranges anpassen. Allerdings ist eine Schirmhaspel dadurch, dass sie so beweglich ist auch instabiler. Und ich werfe gerne schonmal Sachen runter und so. Ich glaube diese Mühlenhaspel ist unzerstörbar, zumindest ist sie sehr massiv. Dafür ist es ein bisschen mehr Arbeit sie auf den benötigten Umfang einzustellen.

Bei dem Wollwickler habe ich darauf geachtet, dass es einfach möglich ist ihn auch elektrisch anzutreiben und so ein Antrieb mit PU-Riemen schien mir dafür ideal. Es gibt einen genauso gebauten Wollwickler aus Holz auch von KnitPro, der kostet aber nochmal deutlich mehr und war überall ausverkauft. Schön ist der auch! Dieser Wollwickler hier ist riesig! Das maximale was ich bisher geknäuelt habe war ein 100 g Sockenwollstrang und der Wickler war bei weitem noch nicht ausgelastet, da passt sicher die doppelte Menge drauf, wenn nicht noch mehr. Auch bei dem Wollwickler sind wenig Teile dran, die schnell kaputt gehen könnten. Die Fadenführung zum Beispiel macht man mit einem Holzstift fest, das beschränkt den Winkel der Fadenführung zum Knäuel, ist aber auch weniger zerstörungsanfällig.

Ich bin mit Haspel und Wollwickler sehr zufrieden und finde sie wirklich sehr schön. Ich denke beide werden mir lange Zeit eine große Hilfe sein.

Handbetrieb

In der Wartezeit habe ich etwas anderes anderes interessantes entdeckt: den Tischbock Finnvard von Ikea. Irgendwie in den Tiefen des Ravelry Forums ist der mir über den Weg gelaufen. Jemand hatte da seine Garnwickelstation mit Finnvard gezeigt, die sie sich gebaut hatte, nachdem jemand in irgendeinem Podcast an den sie sich wiederum nicht erinnern konnte davon gesprochen hatte.

Der Tischbock ist ein bisschen größer als ich gedacht hätte, ich habe zwar ein eigenes Näh- und Arbeitszimmer, aber da wird es langsam eng. Immerhin hat der Tischbock eine Ablage, die man für alles mögliche nutzen kann. Was ich natürlich tue ;) Hier habe ich ein Bild vom Tischbock mit meiner alten Haspel und dem alten Knäuelwickler:

Kommen wir zum Herz meiner elektrischen Garnwickelstation: dem elektrischen Antrieb! Ich hatte keinerlei Ahnung was ich brauche und tun muss um einen elektrischen Antrieb zu realisieren. Das ist schon ein bisschen traurig. So einen elektrischen Motor zum Laufen zu bekommen ist sicher ein tolles Projekt für den Schulunterricht, schade, dass der wenige Physikunterricht den ich hatte sowas nicht vorsah. Leider fehlt mir auch ziemlich das Grundlagenwissen im Bereich Physik. Zumindest in allem was Strom angeht. Und ich glaube das habe ich mich Desinteresse an der Materie verwechselt. Gut, dass ich den Marvin habe, der mich immer wieder ein bisschen geschubst hat :)

Um den Einstieg möglichst einfach zu gestalten habe ich mir auf Marvins Rat hin ein Arduino Starter Pack zugelegt. Ein Arduino ist ein Mikrocontroller, mit dem man elektrische Gerätschaften steuern und auslesen kann. Dazu gibt es eine kostenlose Open Source IDE. Man muss den Mikrocontroller dann zwar in C programmieren, aber die enthaltenen Bibliotheken und die IDE machen das unheimlich einfach. Ich dachte eigentlich das Programmieren wäre die größte Hürde (was natürlich irgendwie ziemlicher Unsinn war, ich verdiene meine Brötchen und Wolle ja mit Programmieren), aber es war mit Abstand das einfachste an der ganzen Sache. Da reichen wirklich rudimentäre Grundkenntnisse in irgendeiner Programmiersprache um zurecht zu kommen denke ich.

Schwierig war für mich das Verbinden der Komponenten. Überhaupt nen geschlossenen Stromkreislauf herzustellen. Herrje. Oder daran zu denken, den Nulleiter des Arduino mit dem einer externen Stromversorgung zu verbinden (wenn denn vorhanden). Das habe ich mehrfach vergessen und das führt zu wirklich komischen Verhalten. Oft habe ich Marvin um Hilfe gebeten und irgendwann hat der das dann zumindest gesehen.

Das größte Problem war aber überhaupt herauszufinden was ich brauche. Jetzt weiß ich, dass das Rad oben auf dem Motor Keilriemenscheibe heißt. Und ich weiß, dass Gleichstrommotoren nicht immer dieselbe Wellengröße haben (okay, ich wusste auch nicht was ne Welle ist ;) Der Nupsi, der aus dem Motor rauskommt und sich dreht). Angefangen habe ich übrigens mit diesem Tutorial. Darin wird erklärt wie man ein Ferngesteuertes Auto mit einem Arduino bastelt. Der erste Aufbau, einfach nur ein 12v Motor der sich dreht, war im Grunde das was ich brauchte.

Jetzt gibt es 12 V Getriebemotoren mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Entweder haben die Kraft und drehen langsam, oder sie drehen halt schnell mit weniger Kraft. Ich habe mich für 200 Umdrehungen /Minute entschieden und finde die Geschwindigkeit gut.

Ich hab trotzdem erstmal mit dem 3V Motor gestartet, der beim Starterkit dabei war. Der war deutlich zu schwach. Für mehr als 5V Motoren reicht die Stromzufuhr vom Arduino aber nicht aus, ich habe also ein L298N Motorsteuergerät bestellt, das wird auch in dem Tutorial benutzt. Das Motorsteuergerät ist zwar etwas überdimensioniert, dafür aber einfach zu beschaffen und auch nicht sehr teuer. An das Motorsteuergerät kann man dann ein Netzteil anschließen, in meinem Fall 12 V, und damit 1 oder 2 Motoren betreiben, die ich dann auch über das Motorsteuergerät in beide Richtungen antreiben lassen. Ich habe nur einen Motor und der braucht auch nur in eine Richtung zu dreen. Der Motor lief beim ersten Versuch über das Motorsteuergerät und beim zweiten nicht mehr. Und beim dritten auch nicht. Ich war mir sicher was kaputt gemacht zu haben, bis Marvin kam um festzustellen, dass ich die Erde vom Arduino nicht mit der vom Steuergerät verbunden hatte. So viel dazu…

Schön ist übrigens, dass das Motorsteuergerät einen 5V Ausgang hat mit dem man den Arduino betreiben kann, man braucht dann also nur 1 Netzteil.

An den Arduino habe ich dann noch einen Rotary Encoder aus dem Starter Kit als Input angeschlossen, über den sich die Geschwindigkeit des Motor steuern lässt. Darüber lässt sich der Motor auch an- und ausschalten, man kann den Stift reindrücken. Einmal drücken, dann startet der Motor immer in der Anfangsgeschwindigkeit. Wieder drücken und er geht aus.

Jetzt musste das ganze nur irgendwie an den Tischbock festgeklemmt werden. Dafür waren Marvin und ich im Baumarkt und haben eine Holzlatte, eine Klemme und dieses biegbare Metallband gekauft. Das Metallband ist dazu da, den Motor zu befestigen. Jegliches Löten und Sägen habe ich Marvin überlassen, der macht das gerne, und ich stelle mich beim Löten nur so mäßig geschickt an.

Die Platinen sind einfach an solchen Winkelnägel aufgehängt, ist ja nur provisorisch.

Und das ganze hat dann tatsächlich funktioniert. Der Motor ist genau richtig, er dreht schnell genug und startet langsam genug und er ist nicht kräftig genug den Faden durchzureißen, wenn der mal hängen bleibt oder verknotet ist. Ich habe schon mehrere Knäuel damit gewickelt. Letztens waren meine Schwiegereltern da, und wir waren bei einem Wollfest. Danach haben wir alle gekauften Strängen zu Knäueln wickeln lassen im Wohnzimmer, das war besser als fernsehen :D Wirklich ein großer Spaß! Ich habe ein Foto gemacht, rechts unten sieht man Alfreds Fuß. Er hat gesagt sein Fuß im Bild würde unterstreichen, dass man die Füße hochlegen kann, wenn der Wollwickler läuft ;)

Ich habe jetzt für die Endversion einen neuen Motor bestellt, der ist im Grunde genau derselbe nur hat der den Antrieb auf dem Rücken, Schneckenantrieb heißt das (glaube ich). Außerdem habe ich eine kleine Holzbox bestellt in die dann alles rein kommt. Nur die Keilriemenscheibe und der Rotary Encoder sollen rausgucken, und der Anschluss für das Netzteil. Für den Rotary Encoder habe ich noch eine Kappe bestellt. Den Arduino Uno habe ich mittlerweile schon durch einen kleineren Arduino Nano ausgetauscht. Ich denke, ich schreibe nochmal über die finale Version, dann kann ich auch einen Schaltplan und den Code veröffentlichen. Der Motor ist allerdings noch nicht da. Und ich wette, es gibt wieder irgendwelche Bastler-Probleme. Ich werde berichten!

Bis dahin überlege ich mir mein nächstes Projekt. Ich dachte vielleicht an etwas was automatisch die Lauflänge der Wolle misst beim Wickeln. Oder einen E-Spinnrad.. und mein Kardiergerät  könnte auch einen elektrischen Antrieb vertragen! Was ein Spaß!

Falls ihr Fragen habt immer gerne her damit! Und falls ihr jetzt darüber nachdenkt: kauft das Starter-Kit!

Macht’s gut!

Katharina

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41 Gedanken zu „Elektrische Garnwickelstation: Prototyp

  1. made with Blümchen

    What the hell!? Du bist ja der reine Wahnsinn! Ich hab Deinen Beitrag meinem Mann gezeigt, einem bekennenden und begeisterten Arduino-Bastler: Er würde am liebsten gleich loslegen. Coole Lösung! Ich habe bisher kaum Stränge verstrickt, stand aber gerade gestern vor dem Problem mit zwei Strängen und was mach ich jetzt? Zurück in den Laden, und mit einem herkömmlichen manuellen Gerät gewickelt. Aber wenn ich das bei Dir jetzt so sehe, bekomme ich Lust ganz viele Stränge zu kaufen (oder vielleicht auch mal selbst zu spinnen, wer weiß?), rein damit ich so ein Teil aufbauen muss. Hab ich schon „coool“ geschrieben? lg, Gabi

    Antworten
    1. Katharina Artikelautor

      Hehe, das klingt gut! Ist auch wirklich ein nettes Projekt :) Würde ja auch sehr passend kommen, wo du gerade Stränge entdeckt hast ;) Danke für deinen lieben Kommentar! :)

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    1. Edeltraud

      Cooool! 💕
      Mein Sohn hat gerade seine Facharbeit zum Thema „Raspberry Pi“ geschrieben. Wenn ich Deine tolle Wickelstation so anschaue, könnte das glatt sein / unser nächstes Projekt werden! 😉
      Danke, daß Du Deine super Idee und den Weg zur Verwirklichung hier so anschaulich schilderst. Mir hat mein Liebster letztens auch so etwas Ähnliches gesagt: fehlendes Wissen sollte nicht mit Unfähigkeit, etwas zu tun, verwechselt werden!
      Alles Liebe, Edeltraud

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      1. Katharina Artikelautor

        Vielen Dank für den netten Kommentar Edeltraud! Fände ich sehr schön, wenn ich euch beide zu einem neuen Projekt gebracht hätte und wenn ihr’s macht, dann sag Bescheid! :)
        Da hat dein Liebster recht!

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    2. Katharina Artikelautor

      Danke Julia! ;)
      Den E-Spinner kenne ich schon, hier ist die Bauanleitung zu diesem Modell ;)
      Allerdings haben die beiden einen fertigen Spinnflügel für 180 € gekauft. Ich würde das nur aus Spaß bauen und brauche keinen E-Spinner, also suche ich noch nach einer günstigeren Alternative!

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  2. Onychophora

    Was für ein toller Beitrag!
    Ich möchte meinen Knäuelwickler und meine Haspel auch nicht mehr missen, auch wenn bei mir Handbetrieb angesagt ist.
    Ich bin gespannt, ob du die weiteren Pläne umsetzt und freu mich dann auf Berichte :)

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  3. Susann

    Sehr cool! Ich spinne zwar nicht, aber ich habe vor solchen Projekten auch (zu) viel Respekt. Wenn ich manchmal höre, was die Kollegen so zusammenbasteln, bin ich immer ganz eingeschüchtert… Also kann ich verstehen, dass dir die Programmierung (umsonst) Sorgen machte.

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    1. Katharina Artikelautor

      Dankeschön :) Man muss einfach einmal diese Anfangshemmung überwinden und einen Einstieg finden, dann geht es imemr irgendwie weiter. So habe ich das bisher bei allem was ich mir selbst angeeignet habe gemacht. Oh und man muss früh Erfolgserlebnisse haben und darf nicht mit zu krassen Sachen starten.

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  4. Franzi

    Boah… ich habe zwar bei den technischen Details nur Bahnhof verstanden (und ich hatte Physik im Abi als Hauptfach ;-D) , immer wenn ich denke „Krass was Katharina alles kann“ kommst du mit was Neuem um die Ecke. Echt genial! WIE machst du das? Und woher nimmst du die ganze Zeit? Du musst doch auch arbeiten, schlafen, essen usw…

    Viele Grüße
    Franzi, die manuell wickelt, aber selbst dafür aktuell nicht die Zeit findet

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    1. Katharina Artikelautor

      Ach, Physik :D Keine Ahnung was die einem da beibringen ;) Vielen Dank für deinen netten Kommentar. Naja, du musst ja sehen, dass Marvin im Moment am Ende seiner Promotion steht, selbst wenn cih dann abends aus Stuttgart nach Hause komme kommt der oft erst 1 – 2 Stunden später, in denen ich mich dann dran setze.

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  5. Anja

    Unglaublich, was du dir alles an einem aneignet. Das ist sehr beeindruckend. Das zeigt eigentlich, dass man, wenn man will, irgendwie alles bauen, basteln, herstellen kann. Chapeau. Anja

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  6. Stefanie

    Wow, ich bin echt beeindruckt! Wenn ich Wollstränge habe, werden sie zwischen zwei Stuhllehnen aufgespant und von Hand zu Bällen gewickelt, das reicht für meinen Bedarf völlig aus. Dein Projekt finde ich absolut spannend und beeindruckend. Ich muss allerdings sagen, dass ich technisch dann doch irgendwann bei „in C programmieren“ ausgestiegen bin, auch wenn Du sehr kurzweilig geschrieben hast!
    Viele Grüße, Stefanie

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    1. Katharina Artikelautor

      So habe ich das früher auch gemacht. Oder ich hab mir den Strang um die Knie geschlungen, ging schneller. Wenn man nicht färbt und nicht spinnt braucht man so einen Wollwickler eher nicht. Obwohl meine Schwiegermutter jetzt auch einen hat, die bekommt immer das gesponnene Garn von mir ;)
      Schön, dass dir der Post gefallen hat, danke für die Rückmeldung! :)

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  7. Twill & Heftstich

    Wow, Du hast mich mit dieser Appartur und der Anleitung dazu mal wieder schwer beeindruckt! Auch wenn ich im Detail (noch) nicht alles verstanden habe, gut heute morgen hätte ich nicht mal gewusst, was eine Garnwickelstation ist, aber vielleicht kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo ich so etwas brauche. Herzlichen Dank für die Einblicke in eine mir bisher unbekannte Welt des Selbermachens. Liebe Grüße, Manuela

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  8. Lise

    Ich bin ja schwer beeindruckt, von Elektrobasteleien habe ich leider so überhaupt keine Ahnung. Eigentlich eine bedauerliche Bildungslücke, aber schön, dass du deinen Marvin hast, der dir auf die Sprünge helfen kann.
    Warum ist denn überhaupt die Programmierung nötig? Nur für das langsam anlaufen? Geht es nicht, dass man sich einen Motor nimmt, den man nach Bedarf an und abschaltet? Wobei ich natürlich verstehen kann, dass du die Gelegenheit ergriffen hast, deine Fähigkeiten zu erweitern, immer was neues, sobald du alles andere beherrschst. Sieht auf jeden Fall hübsch holzig aus, dein Apparat, kann also auch ins Wohnzimmer, wenn es im Nähzimmer zu eng wird.

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    1. Katharina Artikelautor

      Vielen Dank Lise!
      Ja genau, den Mikrocontroller und das Motorsteuergerät braucht man nur um die Geschwindigkeit des Motors regulieren zu können. Man kann auch einfach direkt vom Netzteil Strom auf den Motor geben und dann dreht der mit Full Speed. Das funktioniert auch, der ist eh nicht so kräftig,so wichtig ist das langsame Anfahren nicht. Bisschen blöd dass man den Motor dann über das Einstecken des Netzteil an und ausschaltet,aber da könnte man ja noch nen Schalter vor schalten und fertig. Man könnte sogar die Stromstärke über ein analoges Potentiometer steuern. Dann hätte man genau dieselbe Funktion wie ich sie jetzt habe. Aber das kann ich dir jetzt erst sagen,nachdem ich das alles mal einmal gebaut habe. Der Arduino ist nicht nötig, hat das Ganze aber für mich einfacher gemacht, so zum Einsteigen. Und ich hatte Lust das mal zu probieren.

      Antworten
  9. Petra

    Liebe Katharina,
    Ich bin geflasht:Das ist ja irre toll,was Du da auf die Beine gestellt hast. Ich bin zwar in Physik gut gewesen, aber meine praktischen Elektrokenntnisse würden nicht ausreichen. Da ich nicht spinne , werde ich das Teil nicht nachbauen, aber allein die Vorgehensweise war sehr spannend. Danke für den Einblick und viel Erfolg weiterhin.

    Antworten
  10. Charlotte

    Also ich lese hier schon sehr lange still mit und bin immer wieder fasziniert, was Du so alles kannst und machst. Mir ist es schleierhaft, wie Du es schaffst, oft mehrere Probeteile zu nähen oder auch so viel zu stricken. Und das ist ja nicht das Einzige was Du machst. Bisher Nähe ich nur und brauche oft recht lang, bis ich zugeschnitten und tatsächlich genäht habe. Und Du haust ein Ding nach dem nächsten raus ;).
    Ich finde das toll, mit wie viel Leidenschaft Du an die Dinge gehst und bin schon gespannt, was noch so kommt.

    Viele Grüße

    Charlotte

    Antworten
    1. Katharina Artikelautor

      Vielen Dank Charlotte! :) Ich habe mich sehr über deinen lieben Kommentar gefreut! Mit der Zeit wird man ja schneller und so ein Nähzimmer hilft da wirklich enorm, da kann man auch mal eben nur für 20 Minuten nähen.

      Antworten
  11. Irene

    Sehr spannend zu lesen! Ich werde zwar weiterhin meine Wolle -möglichst schon gewickelt- kaufen, aber Dein Bericht ist trotzdem sehr interessant – und bewundernswert was Du alles selbst machst!!!

    Herzliche Grüße Irene

    Antworten
  12. Tilly

    Danke fürs Teilen!
    Ich habe auch vor kurzem einen Garnwickler von Ülle bekommen und die Idee mit dem Bock habe ich auch schon gesehen (vor Ewigkeiten bei Froggymonkey (ravelry) bzw. auf ihrem Instagram Account) – leider ist mein Arbeitszimmer dafür zu klein. :)
    Wenn wir mal umziehen und ich ein Handarbeitszimmer ganz für mich alleine bekomme, dann wird das da genauso aufgebaut und wenn ich noch ein bisschen Freizeit habe, schau ich mir das mit dem Elektroantrieb auf deinem Blog an und versuche, das nachzubauen. ;)
    Respekt!

    Antworten
  13. cutiecakeswelt

    Na wenn das nicht mal eine tolle Sache ist. Voll top :)
    Sowas brauche ich auch. Witzigerweise habe ich mir bei Ülle vor paar Wochen auch den Garnwickler bestellt und auch so eine Haspel wie du hast. :) Ich bin beigeistert.
    Verstricke ich doch so gern Stränge aber das Wickeln hat mich vom Kauf oft abgehalten. Aber bald kann ich auch loslegen.
    Ich finde deine Idee großartig. Ich glaube das zeige ich meiner besseren Hälfte. Vielleicht fühlt er sich ja direkt angesprochen :)
    Liebe Grüße Dana

    Antworten
      1. cutiecakeswelt

        Ja das stimmt, der Garnwickler ist toll. Hatte ihn von einer Freundin zum Test und finde den auch großartig. Laut Ülle ist er vorrausichtlich im Frühling da. Ich hoffe mal Anfang Frühling :)

        Liebe Grüße Dana

        Antworten
  14. Punktemarie

    Liebe Katharina,

    genial :-) Aber endlich mal eine neue Idee von Dir, wo ich ganz genau weiß, da bin ich raus :-) das werde ich nicht auf meine Liste setzten. Bin zwar gut was PC Arbeit und so anbelangt, kann auch rudimentär HTML, aber Programmiersprachen und Technik, die mit Strom läuft… eher nicht, Staubsauger, Mikrowelle, Nähmaschine, Rasenmäher okay…. aber danach ist Ende :-) Hurra, keine neue Aufgabe…

    Aber ich bin total begeistert, den Gedanken finde ich klasse. Hab ich auch noch nie irgendwo gesehen. Der Plastikwollwickler geht übrigens gar nicht finde ich… hatte ich auch und hab ihn zurückgegeben, da das Ding, auf dem die Wolle gewickelt wird, dauernd rausgesprungen ist… sehr blöd. Ich hab jetzt den von KnitPro aus Holz und auch eine Schirmhaspel aus Holz. Bisher reicht es, mal sehen, was ich sage, wenn ich mit dem Spinnen anfange… Den Tipp mit Bock von IKEA findeich klasse, ist perfekt… mal sehen , ob der Platz dafür bei mir noch reicht…

    Ich bin sehr, sehr gespannt, was Du Dir als nächstes ausdenkst. :-)

    Viele liebe Grüße, Brigitte

    Antworten
    1. Katharina Artikelautor

      Hallo Brigitte!
      Na, das sind doch gute Neuigkeiten, hehe. Bei dem Plastikteil habe ich diesen Metallhaken einfach festgeklebt, der ist bei mir immer rausgsprungen, dann hat der gut funktioniert. KnitPro Wickler und Schirmhaspel sind aber natürlich deutlich besser :)
      Vielen Dank für den netten Kommentar! :)

      Antworten
  15. Bele

    Wollwickel und Haspel an einem stabilen Bock zu befestigen ist ja mal eine prima Idee! Danke für das ausführliche Zeigen und Erklären.
    Wir haben uns für unsere Werkstätten die Garnwickler früher gerne aus ausgedienten Schallplattenspielern gebaut. (Also Stränge zum Färben wickeln, keine Cakes). Die Motorleistung und -geschwindigkeit ist ziemlich ideal für feine Garne. Die Länge konnte man dann gut mit der Anzahl der Umdrehungen festlegen (wofür eine Kollegin sogar so eine Art Umdrehungszähler hatte, der dann automatisch abgeschaltet hat). So etwas müsste sich doch hier auch machen lassen, oder?
    Viel Spaß beim weiteren Basteln! Du bist echt stets eine Inspiration!
    LG, Bele

    Antworten
    1. Katharina Artikelautor

      Ach cool, auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen! Ich bin ja schon mit Kassetten aufgewachsen, mein Vater hatte glaube ich noch eine Schallplattenspieler, aber da war ich ganz klein. Ich denke das klappt nicht mit dem Zählen der Anzahl der Umdrehungen, einfcah weil der Umfang des Knäuels stark variert. am Anfang wickelst du nur um die Holzstange und am Ende um das ganze Knäuel. Man merkt auch richtig wie am Ende die Haspel viel schneller dreht, obwohl die Geschwindigkeit des Motors gleich bleibt.
      Danke für den lieben Kommentar! :)

      Antworten
      1. Bele

        Da hast du natürlich recht: Das klappt nur bei Strängen, nicht bei Knäuel. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass dir noch eine Lösung einfällt (integrierte Waage? Lichtschranke bei einer bestimmten Knäueldicke?…)
        LG, Bele

        Antworten
        1. Katharina Artikelautor

          Naja, ich dachte sowas wie so ein Laufrad mit dem man Abstände misst. Das würde man dann zwischen Haspel und Wickler machen und der Faden würde das Rad andrehen. Im Moment weiß ich aber gar nicht wie man an sowas kommt oder das selber bastelt..

          Antworten
  16. Kathi

    Ich weiß nicht durch welches Thema ich jetzt auf deinem Blog gelandet bin, aber ich freu mich grad riesig dass es außer mir noch andere nähende Softwareentwicklerinnen gibt :-) Und ich finde es besonders toll, dass du die beiden Dinge verbindest :-) Habe früher viel Arduino gebastelt, mit zwei Kleinkindern hab ich mittlerweile leider kaum mehr Zeit dafür… lg, Kathi

    Antworten
    1. Katharina Artikelautor

      Hey Kathi!
      Schön dass du hergefunden hast :) da freue ich mich auch! Softwareentwicklerinnen sind ja irgendwie sowieso ziemlich rar, was ich wirklich schade finde!
      2 Kinder sind doch auch ein schönes Projekt, irgendwann kommst du bestimmt wieder zum Basteln!
      Hab nen schönen Tag!
      Katharina

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