Nordschwarzwald Cardigan

Ich starte das Jahr mit einen Cardigan den ich für Marvin gestrickt habe. Die Geschichte beginnt aber viel eher: beim Kauf der Wolle nämlich. Ich war im September beim Straubenhardter Wollfest. Straubenhardt ist nicht weit weg von Karlsruhe aber trotzdem schon ziemlich Schwarzwald. Das war mein allererstes Wollfest und darauf gekommen bin ich, weil Leute aus meiner Spinngruppe das mit organisieren. Und deshalb gab es bei dem Wollfest auch einen Raum für die Spinngruppe für ein Spinntreffen mal woanders sozusagen. Dafür durften die Besucher des Wollfestes eben zugucken. Ich war also genau genommen nicht nur Besucher des Wollfestes, sondern auch Schausteller.. sozusagen! Ich habe mich also morgens samt Spinnrad auf den Weg gemacht, das Wetter war toll. Der Herbst hatte begonnen und trotzdem schien die Sonne und ich fuhr da so durch den Schwarzwald, nichts los, überall Bäume und Berge. Und beim Anblick von Bäumen und Bergen werde ich persönlich ganz sentimental, vor allem wenn dann noch Herbst ist. Angekommen bin ich dann an der Villa Kling wo schon recht viel los war, Parkplätze gab es aber sehr viele. Die Villa Kling ist ein altes Haus in dem und um das rum bei diesem Wollfest die Aussteller ihre Stände haben. Die Aussicht war klasse, das Wetter auch und es gab sogar Alpakas und Coburger Fuchsschafe! Ich hatte einen tollen Tag! Ich habe den ganzen Tag gesponnen, gequatscht, Kaffee getrunken und Kuchen gegessen. Und bei der Tombola gewonnen! Und was gekauft habe ich natürlich auch. Und da kommen wir Marvins neuem Pulli jetzt schonmal etwas näher ;)

Andreas und Paula Mahr waren nämlich auch bei dem Wollfest. Die sind Mitglied des Vorstands von ‚das goldene Vlies‘. Und vom goldenen Vlies habe ich schonmal erzählt. Da haben sich Schäfer mit Coburger Fuchsschafen zusammengeschlossen um gemeinsam die Wolle ihrer Schafe zu verarbeiten bzw. verarbeiten zu lassen und die Produkte dann auch gemeinsam zu vermarkten. Ich finde Coburger Fuchsschafe super. Ich glaube ich habe Marvin so weit, dass er vielleicht in 10 Jahren dazu bereit ist, dass wir Coburger Fuchsschafe halten (okay, ich bereite ihn langsam darauf vor). Also habe ich Andreas Mohr in ein Gespräch verwickelt, ich Fuchs! Sehr nett war der und hat mir das alles erklärt mit dem goldenen Vlies. Und zwar auch, dass die Produkte eher auf Märkten verkauft werden als im Internet. Internet geht aber auch, hier ist Seite von den beiden. Da steht nur leider nicht alles drauf. Man wird nicht drum herum kommen ne E-Mail zu schreiben fürchte ich. Wie auch immer, die beiden halten selber Coburger Fuchsschafe, die ich denke ich mal mit Marvin besuchen gehen muss. Andreas ist aber auch Scherer und schert auch fremde Schafe. Und von denen sammelt er die Wolle, die Schafbesitzer sind immer froh, wenn jemand ihnen die Wolle abnimmt und daraus sogar noch was machen will. Andreas fährt dann einmal im Jahr zu einer Karderei und lässt kiloweise alle möglichen Schafsvliese miteinander kardieren. Heraus kommt die graue Nordschwarzwaldwolle. Ist alles drin hat er gesagt :D Auf jeden Fall ist auch Coburger Fuchs drin, das kann man sehen. Die Wolle wollte ich haben. Coburger Fuchsschaf hatte ich gerade erst verarbeitet, deshalb habe ich nur von der grauen Nordschwarzwolle 500 g mitgenommen.

Da Marvin zudem Zeitpunkt noch in Amerika war hat es sich angeboten Wolle in der Küche zu färben, hähähähä :D Ich Schwein! Lustig war das und hat sehr gut funktioniert. Und unter anderem habe ich die Hälfte der Nordschwarzwolle mit WashFast Säurefarbe in Avokado (Nr. 707) grün gefärbt. Richtig toll ist die Farbe auf dem grau geworden fand ich. Und Marvin hat aus Amerika direkt Bedarf angemeldet.

Ich habe jetzt in letzter Zeit wirklich oft zwar schon kardierte aber ansonsten chemisch unbehandelte Wolle verarbeitet. Das ist wirklich etwas anstrengender als so einen schönen ordentlichen Kammzug zu spinnen. Ich muss immer zwischendurch stoppen und Gras aussortieren und ganz so regelmäßig wird der Faden auch nicht. Superdünn konnte ich den auch nicht spinnen, dafür war die Wolle zu unregelmäßig und die Fasern zu grob glaube ich. Ganz sicher bin ich mir da nicht :D War halt etwas schwieriger einfach dadurch, dass da alle möglichen Fasern miteinander gemischt waren kurze und lange und gröbere und mittelgrobe.

Aber es hat geklappt. Ich habe am Ende 2-fach verzwirnt und bin bei einem Dk-Garn gelandet mit einer Lauflänge von circa 182 m/100g. Eine Maschenprobe mit 4er Nadeln ergab 16 M x 24 R = 10 x 10 cm, also sogar eher Worsted Weight. Und weil ich dafür dass das Garn doch recht dick geworden war nicht so viel davon hatte (nur 500 g) habe ich mich für  Streifen in grau und grün entschieden. Ein Muster zu stricken wäre sicher auch toll gewesen, war mir aber zu riskant.

Ich habe ohne Anleitung nur nach Maschenprobe und Marvins Maßen gestrickt und war, weil die Wolle nun eben mal so dick geworden war auch recht schnell fertig damit. Bis zum Ende hatte ich Angst, dass das Garn nicht reicht, hat es dann aber. Man sieht das aber ein bisschen finde ich, der Körper hätte gerne noch 2 Streifen länger werden können finde ich. Aber Marvin ist zufrieden und das ist die Hauptsache :)

Die Jacke habe ich in Reihen von oben Mit Raglanärmel gestrickt. Die Ärmel habe ich dann nahtlos in Runden angestrickt. Damit beim im Runden stricken keine Treppen entstehen bin ich so vorgegangen wie hier im Video von Garnstudio erklärt wird. Das hat sehr gut funktioniert.

Die Knöpfe sind aus meinem Vorrat und die Knopfleisten sind unverstärkt.

Marvin ist zufrieden mit dem Pulli und findet es fast so cool wie ich, dass der von Schafen ist, die hier in der Nähe leben von jemandem geschorenn mit dem ich selber reden durfte :) Manche Leuten möge ja am Spinnen, dass man sich da so richtig künstlerisch austoben kann und verrückte Garne erstellen kann. Ich bin im Moment allerdings viiiel mehr begeistert davon, dass ich praktisch direkt vom Schaf runter einen Pulli machen kann. Und dass ich dem Rohstoff so nah sein kann.. irgendwie.. schwierig zu beschreiben. Ich glaub ich mag Tiere. Und ich mag aus nem Haufen übel riechender Schafwolle nen Pulli zu machen. Boaaah da hätte ich echt Lust zu. Ich brauche nen Garten! Und Schafe!

Obwohl Marvin mir oft gesagt hat, dass er keine kratzige Wolle mag findet er den Pulli gut. Es stellte sich nämlich raus, dass kratzige Wolle nicht das Problem ist, sondern Wolle die juckt, wie Alpaka zum Beispiel. Islandwolle trägt der so auf der blanken Haut, kratzt nicht findet er. Dagegen ist die Nordschwarzwaldwolle ja schmuseweich :D Und ich habe sie mit ordentlich Drall im kurzen Auszug versponnen, damit auch kein Haar absteht und juckt ;) Die wird dadurch natürlich noch kratziger, aber auch robuster.

Wer mag kann sich das Projekt noch hier bei Ravelry ansehen, oder hier über Marvins Hose lesen.

Macht’s gut!

Katharina

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30 Gedanken zu „Nordschwarzwald Cardigan

  1. Punktemarie

    Liebe Katharina,

    ich weiß genau, was Du meinst mit „Pulli direkt vom Schaf runterstricken“ :-) Genau das ist es, was mich nach wie vor am Spinnen reizt :-) Hoffe, dass ich in 2018 dazu die Zeit finde, aber erst muss sich der Stash reduzieren.
    Die grüne Farbe ist ja ein absoluter Traum und die Jacke steht Marvin super. Wer hat so was tolles schon, nicht nur selbst gestrickt, sondern auch noch selbst gespinnt und gefärbt und dann kennst Du auch noch die Schafe persönlich… Toll.

    Liebe Grüße, Brigitte

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  2. Sandra

    Wow, also das ist ja mal eine stolze Leistung. Selber spinnen, färben und dann auch noch so ne super Jacke zu stricken – Hut ab.
    Die Patentante meiner Mutter hat auch ein Spinnrad und meine Mutter hatte irgendwann mal die Idee, aus dem Fell meines Katers (also, aus dem Fell, was ich rausgebürstet habe), einen Wollfaden zu spinnen. Das geht tatsächlich sehr gut, und obwohl mein Kater langes und viel Fell hatte, hätte es vielleicht gerade mal für eine Mütze gereicht. Man braucht also nicht zwingend ein Schaf :)))
    LG, Sandra

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    1. Katharina Artikelautor

      Danke Sandra! :)
      Guter Tipp! In meiner Spinngruppe spinnen auch schonmal welche Hundehaare. Und Angora geht ja auch ;) Der große Nachteil ist dann natürlich, dass diese Tiere nicht nur dann haaren wenn sie sollen :D

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  3. Alessa

    Das ist ja echt toll, nen Pulli aus Wolle zu machen, wo man die Schafe quasi fast persönlich kennt. Schon was besonderes! 😊 Der Pulli ist auch echt schön geworden, das Grün und dann mit Streifen…

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  4. Lise

    Deine Sehnsucht nach eigenen Schafen (oder gerne zwei Haus-Alpakas) kann ich 1a nachvollziehen. Dann bearbeite deinen Marvin mal ein paar Jahre. Unser Garten ist leider zu klein und weiter weg so unbeaufsichtigt hätte ich Angst um die Tiere. Der Lieblingsmann mag nicht mal meinem Gefasel von ein paar Zwerghühnchen zuhören. Ich werde aber deine Träumereien mit Neugier verfolgen. Vielleicht finden sich ja auch analog zu einer Reitbeteiligung Gemeinschaftsschafe.

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    1. Katharina Artikelautor

      Also der Plan ist dann schon auch 2 Alpakas zu haben, die auf die Schafe aufpassen. und nen Hund! Der passt dann auch auf. Hühner fänd ich auch super :D Zwerghühnchen klingen gut! Immerhin sind Marvin und ich schon Alpakapaten, das ist für den Anfang schonmal nicht schlecht und gefällt auch Marvin! :)

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    2. yggdrasil

      Hier in der Gegend gibt es „Rent-a-chicken“ für Leute mit Garten, die Hühnerhaltung ausprobieren wollen oder einfach mal eine Weile Hühne haben wollen.
      Die Inhaberin übernimmt den Papierkram (die Hühner müssen beim Amt umgemeldet werden, etc.) und man zahlt eine Leihgebühr. Dafür bekommt man eine Hühnergruppe mit Stall in den Garten gestellt und man darf dann die Eier behalten.
      Ich arbeite in einer sozialen Einrichtung und wir hatten letztes Jahr ein paar Wochen Hühner da. Das war ein Spaß für die Senioren! (Und die Hühner hatten auch eine gute Zeit bei uns. :-) )
      Vielleicht gibt es so was auch bei euch und es wäre was um deinen Mann zu überzeugen?!

      LG

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  5. Twill & Heftstich

    Eine Küche voll mit Avocado farbiger Wolle im kühlen Winterlicht. Großartige Vorstellung! Die Jacke zeigt, Du hast inzwischen die Kontrolle über die komplette Herstellungskette für Strickware erlangt. Das ist kurz vor Weltherrschaft. Schwer beeindrucken tut mich auch, dass Du die Jacke ohne Anleitung gestrickt hast. Chapeau! Ach ja, falls Du keinen Abnehmer für Pullis aus Alpaka finden solltest, ich wäre da nicht so empfindlich … Liebe Grüße, Manuela

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    1. Katharina Artikelautor

      :D Kurz vor Weltherrschaft ist gut :D Stimmt schon, wenn ich mal so drüber nachdenke :D
      Vielen lieben Dank! Ich werde dann auf das Angebot zurückkommen :D

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  6. Malou

    Grün und grau und Ringel entspricht zu 100% meinem Beuteschema und dieses direkt vom Schaf mag ich auch sehr gern – leider sind Stadtschafe noch nicht erfunden worden.
    Die Jacke ist toll geworden.
    Herzliche Grüße,
    Malou

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  7. Christiane

    Herrlich! Ich sehe euch schon bald mit eurer eigenen Schafherde :) Das ist ja wieder eine super Geschichte, wie du zur Wolle gekommen bist. Ich kann gut verstehen, was du meinst, weil du vom Fell am Schaf bis zum fertigen Pulli quasi alles hautnah miterlebst und überall deine Finger im Spiel hast :)
    Und das Ergebnis ist so schön geworden! Die Jacke sieht toll aus und steht Marvin wirklich sehr gut.
    Liebe Grüße
    Christiane

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  8. Susanne

    Es ist schon toll, wie du den Prozeß vom Schaf bis zum fertigen Strickstück selbst in der Hand hast.
    Die Färbung ist dir total gut gelungen; ich finde das Grün richtig schön und die Jacke ist natürlich klasse geworden.
    LG von Susanne

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  9. Sandra

    Ich bin ganz bei Marvin: sehr schöne Farbe, klasse Modell.
    Und kratzende Wolle ist bei mir auch nicht das Problem (siehe Holst…), aber zur Zeit verstricke ich juckende Drops-Wolle. Flauschweich, aber diese feinen Häärchen!! Grauslich…
    Liebe Grüße!
    Sandra

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  10. Rebecca

    Wenn ich so deine Blogbeiträge lesen, bin ich immer wieder begeistert, was du so alles kannst.
    Aber das hier toppt das alles nochmal.
    Sehr bewundernswert!
    Wenn ich das immer sehe, möchte ich mir auch gerne selber Stricken können, aber leider hat es nur zur linken Masche gereicht (und ein paar Mützen und Schals), mehr hat mich immer verzweifeln lassen :D
    Ich freue mich immer über neue Beiträge von dir.
    Liebe Grüße
    Rebecca

    Antworten
    1. Katharina Artikelautor

      Danke Rebecca! Wer linke Maschen kann, der kann auch rechte, die sind für die meisten leichter zu stricken. Und mehr als linke und rechte Maschen stricken muss man beim Stricken nicht können ;) Hehe, ne im Ersnt, das ist alles erlernbar und reine Übungssache, man muss nur langsam anfangen :)

      Antworten
  11. yggdrasil

    Schicke Jacke! Ich finde auch, dass ein, zwei Streifen mehr nicht geschadet hätten, aber so sieht sie auch super aus.
    Ich bin ja auch ein klitzekleinesbisschen neidisch darauf, dass es bei euch im Süden so viele Woll- und Hoffeste gibt. Hier herrscht in der Hinsicht irgendwie tote Hose. (Oder ich gucke in den falschen Ecken.)

    Ich habe zum Jahreswechsel übrigens auch angefangen zu spinnen und übe gerade fleißig.
    So schönes Garn wie du möchte ich auch irgendwann mal spinnen können! ArtYarn ist dabei auch gar nicht mein Ziel, sondern lieber gut verwendbare Wolle. Am liebsten von lokalen Schäfereien. Ich höre aktuell einen schottischen Podcast zum Thema lokale (=britische) Schafsrassen. Dabei stelle ich mir die Frage, was bei uns an Schafrassen, deren Wolle man für Kleidung verwenden kann, so heimisch ist. Coburger Fuchs, klar. Dann habe ich auch noch vom Rauwolligem Pommernschaf gehört. Da hört es bei mir schon auf. Von Bezugsquellen ganz abgesehen. Das Goldene Vlies natürlich, Finkhof und Schaf im Schrank – und da hört es bei mir auch schon wieder auf.
    Schon schade, dass man sich direkt vor seiner Haustür oft so schlecht auskennt. :-(
    Aber das ist ja ein ganz anderes Thema. Also vielen Dank für diesen Beitrag!

    Antworten
    1. Katharina Artikelautor

      Klasse! Spinnen ist super, ich hoffe du hast da viel Freude dran! :)
      Mit den verschiedenen Schafrassen habe ich auch angefangen mich auseinanderzusetzen, also denen, die wir hier so haben. Ich finde die Übersicht von der GEH super, da steht ganz viel über alle möglichen Schafrassen und die von Purewol finde ich auch sehr nett. Die Schafe sind dann halt holländische, aber da gibt es viele Überschneidungen. Ich wollte da demnächst auch mal bestellen. Und hier im Süden gibt es halt die Schwarzwälder Spinnstube von der man super Wolle von lokalen Schafen beziehen kann.

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      1. yggdrasil

        Bisher macht es viel Spaß. Nur der Drall macht mir noch größere Probleme, aber ich hoffe, dass sich das mit der Zeit angleicht.

        Ganz lieben Dank auf jeden Fall für die Links! Ich habe schon etwas gestöbert. Deutsche Schafrassen gibt es offenbar nicht viele. Da ich nicht soooo weit weg von den Niederlanden wohne, zähle ich diese Rassen auch mal als ‚lokal‘ dazu und da vergrößert sich die Auswahl dann schon massiv!
        Dabei fällt mir ein, dass die örtliche Baumschule Shrophire Schafe in den Weihnachtsbaumplantagen hält. Hatte diese Rasse nur nicht unbedingt als geeignet zum Spinnen auf dem Schirm. Dann wäre das zwar eine britische Rasse, aber lokale Wolle. *grübel*
        Die Purewol-Seite sieht auf jeden Fall fantastisch aus, ich werde meine ‚Übungswolle‘ (1 kg Merino) verspinnen und mich dann dort umschauen.

        Wenn ich Wolle finde, die lokal verkauft wird, dann in den meisten Fällen im Süden Deutschlands oder alternativ im Osten. Wir scheinen da wirklich ein weißer Fleck auf der Landkarte zu sein. Schade eigentlich.

        Jetzt gehe ich erst mal weiterlesen. Vielen Dank noch mal!

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        1. Katharina Artikelautor

          Schön :) Das wird bestimmt noch mit dem Drall :) Spinnst du mit nem Rad, oder Handspindel?
          Wenn du in der Nähe von Holland wohnst, dann habe ich noch einen Link für dich. Das Wollfest Der Drache Spinnt auf dem Hilshof, das ist in Kerken. Ich habe überlegt dahin zu gehen, meine Verwandtschaft wohnt im Ruhrgebiet. Britische Rassen sind ja immerhin auch europäisch :) Im Grunde sind sich die Rassen ja recht ähnlich :) Und das ist doch super, wen du die Wolle so lokal beziehen kannst :)

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          1. yggdrasil

            Mit dem Rad. Ich bin zufällig an ein Kromski Fantasia gekommen.
            Bis zum Hilshof sind es etwas über 100 km pro Weg von uns aus. Klingt aber auf jeden Fall spannend und dürfte näher sein, als so manch andere vergleichbare Veranstaltung.
            Ich wohne im Münsterland aber in der Nähe zum Ruhrgebiet. :-)

            Klar, europäisch zählt auch und mit meiner Liebe zu Großbritannien lässt sich das auch prima vereinbaren. Trotzdem schade, dass es direkt hier nur wenig wirklich heimische Rassen gibt. Wenn man den Vergleich mit Großbritannien sucht, hat man aber vermutlich in jedem Land „verloren“. :-)

          2. Katharina Artikelautor

            Das Kromski Fanatasia finde ich sehr schön :)
            Okay, 100 km sind immer noch ne Menge. Ich glaube von LowLandsLegacy gibt es noch ein recht großes Wollfest in den Niederlanden, das war letztens und ich habe nicht genau geschaut, weil es für mich zu weit ist, vllt passt das ja für dich. Ja, ich finde es auch schade, dass es generell in Deutshland nur noch so wenige heimische Rassen und gibt und die dann ja meistens nicht wegen der Wolle gehalten werden. irgendwie hat es hier nicht geklappt, die Wolle ordentlich zu vermarkten wie in England z.B. Oder in Island ja auch. Die Wolle wird entweder entsorgt oder zu Teppichen verarbeitet und die Strickwolle die angeboten wird stammt dann meist aus Südamerika oder Australien.

  12. Amely

    Hallo Katharina, ich finde es wirklich toll, wie du den Pulli so „direkt vom Schaf runter“ gestrickt hast. Um Marvins Begeisterung für die Schaffhaltung zu wecken planst du ja eine sehr lange Vorlaufzeit ein:)
    Soweit ich weiß muss man mindestens zwei Schafe halten (alleine fühlen sie sich nicht wohl verständlicherweise:) und die brauchen dann mindestens 3000 qm Wiese! Das ist ganz schön viel! Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass du auch ohne eigene Schafhaltung an Wolle kommen könntest: Wenn du die Schafe selbst scheren kannst, sind bestimmt viele froh, dass sie die Wolle und die Arbeit los sind. Ich komme darauf, weil ich jemanden kenne, der extra aus diesem Grund Schafe hält, die man nicht scheren muss. Ist aber nur eine Vermutung! Also so viel zum Thema Schafe:)
    Liebe Grüße,
    Amely

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    1. Katharina Artikelautor

      Vielen lieben Dank Amely :)
      Hm, also ich habe so als Richtwert von 500 m² pro Schaf gehört. Aber wenn dann sollte man denke ich auch mehr als nur 2 halten, sind ja Herdentiere. Muss der Garten nur groß genug sein :) Über Scheren habe ich auch schon nachgedacht. Aber das lernt man ja nicht mal so eben nebenbei, manchmal gibt es aber die Möglichkeit bei der Schur zu helfen, danach wollte ich mich jetzt mal umsehen :)

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